Konzeptfahrzeuge ESV (1998)
Mit dem "ESV" (European Show Vehicle) wurde 1998 demonstriert, wie das Reisen im Automobil künftig noch angenehmer gestaltet werden kann. Der Hauptschwerpunkt wurde auf die multifunktionellen On-Board-Systeme gelegt. Alle Merkmale wurden vollständig in die Designs und Strukturen integriert, wie sie von den Automobilherstellern wahrgenommen wurden.
Von außen schien das European Show Vehicle dem VW Passat ziemlich ähnlich. Aber ein Blick in den Innenraum enthüllte zahlreiche technische Innovationen und Ausblicke auf das automobile Interieur der Zukunft. Ingenieure, Techniker und Designer von Johnson Controls hatten ihrer Kreativität freien Lauf gelassen, um Ideen aufzuzeigen, die dem automobilen Innenraum der Zukunft seine Form geben werden. Der primäre Schwerpunkt liegt dabei immer auf Sicherheit und Komfort der Insassen.
Multifunktioneller On-Board-Computer: Für eine sichere und komfortable Reise
Der digitale On-Board-Computer war besonders benutzerfreundlich. Der Fahrer des European Show Vehicles war in der Lage, mit der in der Deckenkonsole integrierten multifunktionellen Anzeige fünf verschiedene On-Board-Programme zu aktivieren und zu steuern. Für den Fall, dass Außengeräusche die Gespräche zwischen Insassen der ersten und zweiten Sitzreihe störten, konnte der Fahrer TravelCom aktivieren: Dieses neue Kommunikationssystem vereinfachte die Kommunikation zwischen den Insassen durch verdeckte Mikrophone und Lautsprecher. Der TravelNote Stimmrekorder, der in der Sonnenblende integriert wurde, diente als Mittel zur Aufnahme kurzer Memos.
Ein absolutes Plus in Sachen Sicherheit war das PSI-Reifensicherheits-Informationssystem: Sender an allen vier Reifen zeigten kontinuierlich den aktuellen Reifendruck an. Im Falle von zu niedrigem Reifendruck wurde eine Warnanzeige aktiviert, dank derer der Fahrer rechtzeitig reagieren konnte. PathPoint, der digitale Kompass, übermittelte permanent Richtungsangaben während einer Fahrt. Zuhause angekommen konnte das Garagentor, die Gartentür oder das Alarmsystem über den On-Board-Computer gesteuert werden. Diese Funktionen wurden vom HomeLink® Universalsender übernommen. Er ersetzte bis zu drei verschiedene Fernbedienungen.
Entspanntes Fahren
Für Fahrer, die häufig lange Strecken mit dem Automobil zurücklegen, punktete das European Show Vehicle mit einem besonders ansprechenden Extra: einem Sitz mit integrierter Massagefunktion. Der Massagesitz konnte auf verschiedene Intensitäten und Geschwindigkeiten für Schulter, Rücken und Oberschenkelbereich eingestellt werden. Ein akustisches Highlight wurde in Gestalt von Headline Audio integriert: eine neue Lösung für die Platzierung von Lautsprechern. Die Mittel- und Hochtöner wurden in den Headliner/Dachhimmel integriert. Die akustische Projektion von oben sorgte für ein besonderes, dreidimensionales Klangerlebnis. Die Trennung von hohen und tiefen Frequenzen schuf einen klar definierten Klang, der das Herz eines jeden Musikfreunds höher schlagen lässt.
Einige dieser innovativen Ideen sind bereits umgesetzt und Realität geworden: HomeLink®, der neue intelligente Universalsender, wurde 1995 in den USA eingeführt.
TravelNote ging bereits 1998 für mehrere Modelle in Produktion.
