Automotive Experience2007 SPE Award
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Society of Plastics Engineers (SPE) Central Europe verleiht den zweiten Platz für neues Fertigungsverfahren
Johnson Controls erhält SPE Automotive Award 2007
Zweifarbige Bauteile des automobilen Innenraums werden bislang in der Regel mehrteilig produziert und anschließend miteinander verbunden. Die Folge sind mehr oder weniger sichtbare Trennstellen und manchmal auch Schwierigkeiten, strikte Gewichtsvorgaben einzuhalten. Nicht so beim neuen BMW 5er.
„In einer engen Kooperation mit BMW haben wir technisches Neuland betreten: Wir haben erstmals den einteiligen Trägeraufbau beibehalten und mit einer Oberfläche versehen, die aus einer zweifarbigen Kunststofffolie besteht“, sagt Achim Hosenfeld, Vice President and General Manager bei Johnson Controls.
Präzision durch elektronische Bildverarbeitung
In der vollautomatisierten Produktion sorgen anlagen- und werkzeugtechnische Neuerungen dafür, dass sich die Farbtrennlinien jederzeit im Toleranzbereich bewegen. Dazu kommen bei einzelnen Prozessschritten auch Bildverarbeitungssensoren zum Einsatz. Sie überprüfen kontinuierlich die exakte Positionierung und Fixierung der zweifarbigen Folien und veranlassen gegebenenfalls ein automatisches Nachjustieren der Folienspannrahmen in Echtzeit.
Zur rationellen Fertigung kommen Doppelwerkzeuge zum Einsatz. Mit ihnen lassen sich jeweils zwei Türverkleidungen in einem Hub produzieren. Auch die anschließende Vormontage von Türtasche, Airbag, Lautsprechergrill, Zierleisten und Armauflagen in unterschiedlichen Oberflächen sowie zahlreichen optionalen Sonderausstattungen zählt zu den Aufgaben von Johnson Controls. Dafür müssen logistisch und verfahrenstechnisch über 100.000 mögliche Aufbauvarianten pro Türverkleidung beherrscht werden. Die Wiederholteilquote liegt bei gerade einmal zwei Prozent.
Nicht die erste Auszeichnung für Johnson Controls
SPE ist ein weltweit aktiver Verband von Ingenieuren und Wissenschaftlern mit über 38.000 Mitgliedern. In insgesamt vier Kategorien – Innenausstattung, Außenanwendung, Anwendungen unter der Motorhaube/Fahrwerk sowie elektronische Bauteile – vergab die aus anerkannten Experten bestehende Jury den begehrten SPE Automotive Award. Bereits 2004 konnte sich Johnson Controls zu den Preisträgern zählen: Für In-Mold-Graining, ein Fertigungsverfahren für größere Oberflächen, hatte das Unternehmen einen zweiten Platz in der gleichen Sparte erzielt. Auch im vergangenen Jahr zählte Johnson Controls zu den Preisträgern und belegte den dritten Platz für das Fondentertainmentsystem für die S- und R-Klasse von Mercedes-Benz.
„Ich freue mich sehr, stellvertretend für unser komplettes Team den diesjährigen SPE Automotive Award entgegenzunehmen. Für uns ist dieser Preis eine wichtige Bestätigung dafür, dass wir innovative Fertigungsverfahren entwickeln, dessen Ergebnis nicht nur dem Konsumenten und Kunden gefallen, sondern auch die Experten überzeugen“, sagt Achim Hosenfeld.
