Unternehmensübergreifende Initiativen führen zu überwältigenden Ergebnissen

Car cockpit
Je geringer das Gewicht des Fahrzeugs, desto weniger Treibstoff verbraucht es während der Fahrt. Das leuchtet ein. Aber wie lässt sich das Gewicht eines Fahrzeugs verringern, ohne dass die Sicherheit reduziert und gleichzeitig effiziente Produktionsabläufe realisiert werden?
Indem man die besten Köpfe aus drei Unternehmen vereint.

Das Zusammentreffen der Kompetenzen

Johnson Controls, ThyssenKrupp Steel und ThyssenKrupp Presta sind vollkommen neu an die oben stehende Frage herangegangen und haben sich gemeinsam überlegt was wichtig ist, um ein stabiles und gleichzeitig leichtes Cockpit herzustellen. Die erzielte Lösung mit dem klangvollen Namen EcoSpace ist 20% leichter als frühere Konstruktionen, ohne dass dabei Kompromisse bei Sicherheit, Funktionalität oder Ergonomie eingegangen werden mussten. Das neue Design bietet darüber hinaus noch erhebliche bauliche Verbesserungen.
Bei der EcoSpace-Konstruktion werden leichte Materialmischungen aus Verbundstahl und Kunststoff verwendet, welche genug Stabilität bieten, um auf die Hälfte des durch das gesamte Fahrzeug laufenden Trägers verzichten zu können. Johnson Controls lieferte den langfaserverstärkten Kunststoff aus Polypropylen, während ThyssenKrupp Steel den Stahl und das Karosserie-Know-how beisteuerte. Von ThyssenKrupp Presta stammt die Lenksäule und das entsprechende Entwicklungswissen. Daraus entsteht ein Cockpit mit geringerem Gewicht, hohem Integrationspotential und wichtigen bauliche Eigenschaften.

Zusatznutzen

Luftkanäle, die Verbindung zum Airbag und die Rückseite des Handschuhfachs wurden direkt in die Kunststoffkonstruktion integriert. Diese Teile tragen dazu bei, dass das Cockpit noch stabiler wird. Da es vor allem im Bereich der Lenksäule auf Stabilität ankommt, haben die Ingenieure den Stahl auf der Fahrerseite in Form einer Dreibein-Struktur verwendet. Sie ist an den Windlauf, die A-Säule und den Boden angeschraubt. Bei Simulationen des gesamten Cockpits hat sich gezeigt, dass der Aufbau eine solche Homogenität besitzt, dass es bei der Sicherheit keinerlei Einbußen gibt: Im Crash-Test ergab sich auf Fahrer- wie auf Beifahrerseite das gleiche Ergebnis, gleich ob der Aufprall von der Seite mit einem größeren Anteil an Stahl oder Kunststoff erfolgte.
Ein zusätzlicher Nutzen der neuen Konstruktion: Die Ingenieure haben nun eine größere Flexibilität beim Design der Beifahrerseite des Cockpits. Aufgrund des neuen Cockpitaufbaus, können neue Gestaltungsperspektiven und neue Designs für die Beifahrerseite realisiert werden.
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