Johnson Controls treibt CO2-arme Fernwärmeversorgung in Gießen mit groß angelegtem Flusswasser-Wärmepumpenprojekt voran

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  • Drei Sabroe DualPAC Wärmepumpen versorgen das iKWK-Projekt „PowerLahn“ mit Energie und liefern emissionsfreie Wärme. 
  • Jährlich sollen mithilfe der Flusswasser-Wärmepumpen 29.000 MWh Wärme erzeugt werden – genug, um rund 3.900 Haushalte zu versorgen. 
  • Es wird erwartet, dass die zwei Blockheizkraftwerke pro Jahr etwa 50.000 MWh Wärme und 47.000 MWh Strom erzeugen und einen Gesamtwirkungsgrad von 95 % erzielen werden. 

Ratingen, 19. Mai 2026 – Johnson Controls, einer der weltweit führenden Technologieanbieter für Energiemanagement, geschäftskritische Gebäudesysteme, Energieeffizienz und Dekarbonisierung, stellt drei Sabroe DualPAC Wasser-Wasser-Großwärmepumpen für das Pilotprojekt „PowerLahn“ der Stadtwerke Gießen bereit. Die Maschinen werden Wasser aus der Lahn als Wärmequelle nutzen. 

Die groß angelegte Lösung ist Teil eines staatlich geförderten innovativen Kraft-Wärme Kopplungssystems (iCHP), das Wärmepumpen, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) und ein Power-to-Heat-Modul miteinander verbindet. Mitte 2026 soll die Anlage den Betrieb aufnehmen und Effizienz, Flexibilität und Zuverlässigkeit des Gießener Fernwärmenetzes verbessern. 

Fernwärme ist eine Schlüsseltechnologie für die kommunale Wärmewende, doch vielerorts fehlen skalierbare Lösungen für die effiziente Einbindung lokaler Umweltwärme in bestehende Netze. Johnson Controls begegnet dieser Herausforderung mit seiner modernen Großwärmepumpentechnologie. 

Umweltwärme nutzbar machen: Wärmegewinnung aus der Lahn 

Im Mittelpunkt des Projekts stehen drei Sabroe DualPAC-Wasser-Wasser-Wärmepumpen, die Wärmeenergie aus der Lahn entziehen und in das lokale Fernwärmenetz einspeisen. Dabei wird das Flusswasser vorübergehend über den Verdampfer der Wärmepumpen geleitet und anschließend mit leicht verringerter Temperatur wieder in die Lahn zurückgeführt. Die Wärmepumpen sollen pro Jahr rund 29.000 MWh Wärme erzeugen – ausreichend, um rund 3.900 Haushalte emissionsfrei mit Wärme zu versorgen. 

„Wärmepumpen sind zentral für die Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung“, sagt Frank Elstermann, Leiter Energiewirtschaft bei Johnson Controls Deutschland. „Das Projekt PowerLahn beweist, dass sich lokal verfügbare Umweltwärme mithilfe von industrieller Wärmepumpentechnologie effizient und praxisnah in bestehende Wärmenetze integrieren lässt – derart nachhaltige Konzepte sind schon heute keine Zukunftsmusik mehr.“ 

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Das integrierte System bietet hohe Effizienz und Flexibilität

Das PowerLahn-System kombiniert verschiedene Technologien, damit die Leistung das ganze Jahr über optimal ist. In den wärmeren Monaten decken die Wärmepumpen den Grundlastbedarf. Wenn die Flusstemperaturen sinken, sorgen zwei KWK-Anlagen für zusätzliche Kapazität. 

Insgesamt soll die iKWK-Anlage voraussichtlich etwa: 

  • 50.000 MWh Wärme sowie 
  • 47.000 MWh Strom jährlich generieren und
  • einen Gesamtwirkungsgrad von 95 % erreichen. 

Das integrierte Power-to-Heat-Modul kann überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien, insbesondere aus Wind- und Solarenergie, in Wärme umwandeln, was dazu beiträgt, das Stromnetz in Zeiten hoher Erzeugung aus regenerativen Energien zu stabilisieren.  

Sabroe DualPAC für den großflächigen Fernwärmeeinsatz

Besucher des Innovation Studio erhalten direkten Zugang zu realistischen Gebäudeszenarien, 3D-Produktvisualisierungen und praxisorientierten Lernumgebungen sowie zu technischen Experten, Live-Vorführungen und Workshops, die das gesamte Leistungsspektrum des Gebäudeeffizienz Portfolios von Johnson Controls anschaulich veranschaulichen.

Ein europäischer Vorreiter mit starker regionaler Wirkung

Die Sabroe DualPAC-Plattform von Johnson Controls wurde speziell für Fernwärmeanwendungen mit hohem Leistungsbedarf entwickelt. Das System basiert auf den bewährten ChillPAC- und HeatPAC Technologien und bietet folgende Merkmale: 

  • Ein zweistufiges Kompressionssystem ohne leistungsmindernden Zwischenwärmetauscher sorgt für höhere Effizienz. 
  • Dank eines integrierten Mitteldruckbehälters sinkt der Kältemittelbedarf. 
  • Im Einsatz ist Ammoniak (R717), ein natürliches Kältemittel, das nicht unter die F-Gas Verordnung fällt und langfristige Nachhaltigkeitsziele unterstützt. 

„Die größte Herausforderung für eine klimafreundliche Fernwärmeversorgung ist die effiziente Integration erneuerbarer Energien in bestehende Systeme“, erklärt Matthias Funk, Technischer Vorstand der Stadtwerke Gießen. „Bei PowerLahn greifen wir auf lokale, regenerative Energiequellen zurück und kombinieren innovative Wärmepumpentechnologie, Kraft-Wärme-Kopplung und Power-to Heat auf sehr wirtschaftliche und nachhaltige Weise.“ 

Weitere Informationen zum Lösungsportfolio finden Sie unter:
https://www.johnsoncontrols.de/hvacr 

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Über Johnson Controls:

Johnson Controls ist einer der weltweit führenden Technologieanbieter für Energieeffizienz, Dekarbonisierung und Energiemanagement. Wir stehen für leistungsstarke Lösungen in geschäfts kritischen Umgebungen. Unsere Technologien helfen Kunden, Energie effizienter zu nutzen, CO2 Emissionen zu reduzieren und mit der Präzision und Ausfallsicherheit zu arbeiten, die in schnell wachsenden Branchen wie Rechenzentren, Energiewirtschaft, Gesundheitswesen, Pharmazie, Prozessindustrie und Hochschulbildung erforderlich sind.

Seit mehr als 140 Jahren liefert Johnson Controls Produkte und Services dort, wo es wirklich darauf ankommt. Mit fortschrittlicher Technologie, Lebenszyklus-Services und einem branchenweit führenden Fachvertrieb steigern wir die Leistung unserer Kunden, setzen Ziele in reale Ergebnisse um und tragen zum Fortschritt der Gesellschaft bei.

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